Bär
29/30. Mai 2004 in Berlin

Bär - Ursus arcticus

C 2 / 2. Teil

V9
Als ich keine Haare mehr fand, begann ich zu zweifeln, ich nehme ja Homöopathie und habe auch schon eine Prüfung gemacht, ich weiß ja das es wirkt, aber ich fand es dann unglaubwürdig diesem Ding gegenüber.
Es hat sich eine starke Spannung aufgebaut, wie wenn ich weiß, daß eine Theorie richtig ist, sie aber nicht umsetzen kann, unangebracht handle und es eine große Spannung gibt, wenn ich unangebracht handle, obwohl ich weiß, daß etwas anderes richtig ist.
Wenn ich vor der Entscheidung stehe, in welche Richtung es geht. Wie kann ich das ändern, wie kann ich mich an diesem Punkt für das Richtige entscheiden?  Ich fliehe dann jedesmal, ich lenke mich ab. Ich sollte diese Spannung besser aushalten, ruhig bleiben und Geduld haben, statt zu flüchten, die Gefühle kommen lassen.
Leber, rechts, stechen
Leber, Druck, leicht, der auch an der Brust war.
Dann dachte ich mir, daß der Bär kein Kopfmensch ist und man Kopfschmerzen bekommt, wenn man zuviel nachdenkt. Hatte dann einen Druck auf der Stirn, das habe ich fast ständig hier in dem Raum. Durch das viele Denken kommt ein Gefühl der Verbissenheit.
Es wurde mir immer kühler, ich wurde immer müder.
Der Bär ist ein Bauchmensch, er lebt nach dem, was gerade los ist, er lebt sein inneres Kind und er ist einfach jetzt.
Atmung, flach
Hals, kitzeln und kratzen, wie kleine Härchen
Bauchnabel 2 Finger unterhalb von, punktförmiger Schmerz, extrem stark. Von außen nach Innen rein, stechend in Richtung zwickend.
Mund, Geschmack wie Kalk, Kreide und bitter (immer beim Zusammenkratzen)
 

V10
Es fehlte mir auch das Fell, die Haare, ich rührte schnell drauflos und fand es unangemessen, daß die Ruhe, die vorher da war zur Hast geworden ist. Ich habe dann langsamer gerührt, es war wie ein ewiges Rühren. Dann bin ich sofort in tiefe Entspannung gefallen, annähernd an die erste Schlafphase. Von dem Gefühl des ewigen Rührens entstand eine Verbundenheit, es entstand das Gefühl: Es rührt mich, die Bärin rührt mich, das kam von ganz allein. Ich hatte das Gefühl, als ob ich innen in mir rühren würde, die Gebärmutter innen herum. Es war nicht mit Gefühlen verbunden, eher mit Durchblutung.
Rücken, unterer, Schmerz extrem (bereits seit einigen Wochen, da zu schwere Kisten gehoben)
Gefühl, daß alte Muster im Kopf verrührt werden, ich hatte nicht mehr viel Kontrolle über das, was ich tue. Das ist nicht leicht auszuhalten, es hat ein leichtes Schwindelgefühl ausgelöst durch das Geräusch im Raum.
Beim Hinlegen fiel ich sofort wieder in diese tiefe Entspannung, hatte Bilder von Kriegswirren und den Folgen in einer Fernsehfamilie, trotzdem es nicht meine Familie war kann ich sehr viel damit anfangen. Ich war merkwürdig frei von persönlichen Gefühlen.
Dann hatte ich den Wunsch, mich zu verkriechen unter der Decke und war von dem blauen Licht, welches dabei entstand, angetan. Die Bärin kann sehr sanft sein, aber sie duldet keine Störung. Es war ein großes Potenzial an Seins-Zuständen der Bärin, sie ist da und lebt, was gerade ansteht. Zorn, Wut, Mutterschaft, Jagd, alles selbstverständlich. Das würde ich auch gern einmal tun, anstatt mich ständig zu zensieren.
Allein und ungestört wollte ich in meiner blauen Höhle sein, wurde dabei schläfrig, ich hatte die Idee, daß es eine Art Winterschlaf sein könnte, dabei kam mir die Idee: In Ruhe das Neue wachsen lassen und dann gebären. Wenn mich dann jemand stört,  werde ich sehr ungehalten.
Herzklopfen, starkes
Gebärmutter, Pochen starkes
Gedanke: An Beuteblut satt werden
In dieser C2 existieren Wach,-und Traumbewußtsein gleichzeitig, diesen Eindruck hatte ich und das es schwer ist, diese Ebenen nicht zu vermischen, kein angenehmer Zustand.
Was ich vorher nicht lesen konnte war, daß die Bärin Humor hat. Einen ganz besonderen Sinn für Humor.
 

V11
Meine Frage an die Bären ist, wie ich wirkliche Nähe ohne Angst erfahren kann. Die Antwort lautete: Wenn wir an einen Baum gehen, um Honig zu naschen, müssen wir damit rechnen, von Bienen gestochen zu werden. Naschen wollen ist, wirkliche Nähe suchen. Die Süße des Lebens ist nur zu haben im Kontakt, im Wunsch, etwas zu kosten, etwas auszuprobieren und die Verwundungen gehören mit dazu.
Dann bat ich die Bären, mir zu lehren, was es mit dem Schrecklichen auf sich hat. Sie sind schrecklich und grausam. Die Bären antworteten, daß ihre schrecklichen Taten zu ihrem Leben dazugehören, wenn sie sich ihrer schämen würden, würden sie hocken bleiben und verhungern.
Ohr, rechts wird dumpf
Ohren, überempfindlich  (hält das Scharren des Mörsers nicht aus)
Dann frage ich die Bären, wie ich Gelassenheit von ihnen lernen kann. Sie antworten: Indem du in der Schüssel rührst, Runde für Runde, während in der Welt und um dich herum große und furchtbare Dinge geschehen. Was heißt, in der Schüssel rühren? Die Antwort: Deine täglichen Aufgaben Stück für Stück erfüllen, eine nach der anderen. Die äußeren Ereignisse erreichen dich irgendwann, dann ist immer noch Zeit, zu reagieren.
 

V12
Bin etwas ruhiger, Schmerz ist noch da, aber der Schlaf umhüllt ihn etwas.
Wohltuende Gedankenleere, warmes fließen im Unterleib. Das Geräusch der Mörser singt mich in den Schlaf, bin froh, daß keiner redet. Ich sinke in einen Heilschlaf.
Unterkiefer, verkrampft
Verbissenheit
Halsenge
Hals, kratzen
 

V13
Ablösung, Aufbruch, Loslösung, in die Welt gehen.
Trauer, Zurückgezogen-Sein, im Bezug darauf:  Ziehen im Rücken,
Einzelgänger, allein über verschneite bewaldete Bergrücken ziehen
Steiß, kribbeln
Bauch, pochen
 

V14
Als wir gesungen haben, sah ich alle Teilnehmer hier wie Kinder. Begeisterungsfähige Kinder, Sonderlinge, so wir wir waren und heute auch noch sind.
Dann sah ich die Bären, wie sie herumtollten, Purzelbäume schlugen und immer wieder fielen mir Lieder ein:
Bären, Bären, Liebe, Segen auf meinen Wegen durch das Leben
Nehmt mich an die Hand, seit mir noch unbekannt
Bären, Bären seit zugegen in meinem Leben, habt einen Ort, nehmt mich mit fort.
Ihr wandert kilometerweit, ich folge euch, komm kaum mit, lasst mich bei euch sein in eurer Mitte weilen, scheinen die Herzen und die Wärme zu bleiben.
Ich will mit euch ziehen, bis alles ist wieder grün.
Diese Texte waren Lieder, der Bär muß etwas mit Musik zu tun haben, ich denke an den Tanzbären. Wie würde man ansonsten darauf kommen, ein Tier zum Tanzen zu animieren ?
Der Bär hat sich mit dem Milchzucker verbunden, er ist jetzt ganz nah. Ich spüre, daß etwas Besonderes, ein anderes Wesen anwesend ist. Eine Art Fremdheit und doch keine Angst, ein Gefährte, aber kein Krafttier für mich. Ich sehe immer einen Wald und einen Weg, seitdem ich mit dem Verreiben begonnen habe, der Bär als Gefährte auf diesem Weg. Die Bären gehen durch das Gehölz und ich gehe auf dem Weg, ihnen folgend.
Unter meiner afrikanischen Decke fühlte ich mich wie endlich in der Höhle angekommen. Draußen verwandelt sich alles, die Natur verändert sich, ich bin hier und kann ich selbst bleiben, denn durch meine Höhle bin ich von Außen geschützt. Das ist auch der Sinn des Winterschlafes und der Höhle, daß der Bär auch in dieser Zeit bei sich sein kann, er selber bleibt. Ich habe meinen eigenen Rhythmus, meine eigene Zeit, meine eigene Entwicklung.
Mir fiel auch auf, daß es in dieser Zeit (waren es die 60-iger Jahre?) in welcher das Eis, welches Manuel erwähnte, produziert wurde, es auch die Bärenmarke gab und den Teddybären, was das wohl bedeutet ?
 

V15
Mir ist kalt und ich habe das Gefühl, daß ich eine Erkältung bekomme. Mein Hals tut so weh, schon bei der C1 begann es mit kribbeln und kratzen. Ich war schon ewig nicht mehr krank, bestimmt über einem Jahr keine Erkältung, nichts. Jetzt habe ich das Gefühl lauter kleine Feuer auf der Haut zu haben, die fangen auch so an zu blühen, es sind kalte, eitrige Feuer, mir ist überhaupt kalt. Unter dem rechten Fuß habe ich eine Warze, die sehr weh tut. Ich bitte um Hilfe, weil ich wie erschlagen bin, mir geht es immer schlechter, ich kann gar nicht rühren, ich bin krank und müde und will meine Ruhe. Ich beginne so das, was an Bewegung möglich ist, so wie in einem Käfig, zu tun: Reiben. Ich erinnere mich an einen Bären, der getötet werden mußte, weil seine Hüften so kaputt waren. Er hatte in einem ganz kleinen Käfig leben müssen und ist immer auf und abgesprungen, um so seinem Bewegungsdrang Luft zu machen und hat sich damit die Hüften ruiniert. Ja, immer das Mitleid mit den Bären, eigentlich habe ich großes Mitleid mit mir. Was mach ich denn bloß hier? Wäre ich lieber zur Hochzeit gefahren, ein Freund von mir heiratet heute. Ich möchte, daß sich jemand um mich kümmert, wenn ich so krank bin, ganz egal wer, jemand der es warm macht, mir vorliest und mich fragt, wie es mir geht. Ich bitte die Bären um Hilfe. Erst fühle ich mich wie ein Bärenkind, daß seine Mutter sucht, aber eigentlich bin ich ein Menschenkind, welches fast jeden zum Freund nimmt nur damit ich nicht alleine bin. Ich bitte um Hilfe, immer wieder. Helft mir aus dieser Lähmung, aus dieser Kälte, was wird mir gut tun? Ich kann die Bären sehen, aber nicht verstehen. Ich bin sehr müde und merke, wie sich in mir ein Widerstand breit macht. Die Bären antworten Wärme, Sonne, Sonne, Licht, ein Fest mit Blumen, Tanz, Schafe, Bärenlämmer ist das Wort.
Seit Monaten denke ich über absichtlose Absicht und ein Ziel und trotzdem dieses "Dein Wille geschehe" anzunehmen.  Absichtslose Absicht bedeutet vielleicht, mich zu trauen, etwas auszusenden, ich muß es tun, wenn ich wahrhaftig sein möchte, aber nicht zu einem ganz bestimmten von mir festgelegten Ziel zu gelangen, sondern um den Weg zu gehen. Das Ziel, welches dann erreicht wird ist dann wieder der Ausgangspunkt für weitere Kreise, insoweit ist es immer das richtige Ziel.
Auf meine Frage nach der Winterruhe sagen die Bären, daß es nicht so ist, daß man sich einfach irgendwo hinlegt und die Welt für ein paar Monate vergeht. Die Ohren sind immer wach, man legt sich nur äußerlich zur Ruhe, damit die begonnenen Transformationsprozeße genügend unabgelenkte Energie haben. Dieser Winter steht zur Verfügung, um das Neue zu gebären. Die Wandlung beginnt mit dem Einbruch der Nacht oder des Winters. Was dann folgt, der Frühling ist so schwierig, weil das Neue, was sich gebildet hat erst eingeübt werden muss. Es hat sich produziert, aber es muß dann nochmal ins Leben geboren werden. Und das ist für mich eine große Schwierigkeit und eine ganz wunderbare Antwort. Ich habe Herzklopfen, im Hals, ganz oben.
 

V1
Ein zentrales Thema, wir nähern uns langsam, wir müssen aushalten, bis es da ist. Wir können diese Höhlung schaffen in der es sich manifestieren kann. Aber dann müssen wir aushalten, bis es sich vollendet. Auch bei mir ist ein großes Erstaunen da, daß der hübsche Widerstand der Bärenhaar auf einmal fehlt.  Was nun? Ich spüre ein großes Mißtrauen gegenüber dem Glatten, besonders dem Aalglatten habe. Hingabe wäre wohl nicht schlecht, jetzt wo es so leicht geht und man es nicht mehr bezwingen muß. Ich merke, daß ich Lust habe ein Dreieck zu formen, mir kommt das Märchen Einäuglein-Zweiäuglein-Dreiäuglein in den Sinn, jemand hat mal gesagt, wenn man sehr nahe an einen Menschen herangeht,  wenn du den magst, dann sieht man dieses 3. Auge, das göttliche Auge.
Dann kam mir auch dies Festhalten-Loslassen, was hier ein paar Mal aufgetaucht ist, mit den Zähnen. Jemand hat gesagt, diese Erkenntnis ist in etwas verbissen. Festhalten-Loslassen: Geliebte, Freunde, Therapievorstellungen, Wohnorte, weiß der Schinder, was man alles festhalten kann und das soll man nun auch wieder loslassen. Schwierig.
Ich forme eine Muschel in der Schale, das scheint leichter zu gehen, dieses Perlmuttklappern, so ist es leicht. Die Muschel, auch nur eine Wölbung. Wieso können wir denn alle nicht loslassen? Besonders schlimm ist es, wenn etwas Schlimmes in dieser Familie geschehen ist. Und wir fürchten uns immer noch davor, es war schlimm. Deshalb diese Frage zu den Großvätern und Großmüttern, die ihre Kinder alleine aufziehen mußten. Mir schien wie das in der schweizer Begegnung das prägt sich dann ein in einen Familienstammbaum und ob wir wollen oder nicht, wir tragen es weiter diese Furcht. Im dem Moment waren Väter tot und Frauen blieben mit ihren Kindern allein zurück. Sowas wiederholt sich möglicherweise. Eine Form dieser Angst ist daß wir unablässlich andere zurechtweisen, kritisieren. Dieser Mechanismus wurde mir auf einmal klar. Diese Menschen, die so eine starke Kritiksucht haben, wieso kritisieren sie so stark? Einfach aus dieser Angst heraus, wenn es nicht genauso geschieht, wie ich denke, so wie mein Wille verläuft, dann wird etwas Schlimmes geschehen. Sie begreifen nicht, daß das Schlimme schon lange Vergangenheit ist, das es die Wirklichkeit anderer Menschen war, das sie sie bloß loszulassen brauchen diese Erinnerung.
Zu den Dreiecken, zu den Dreiecksbeziehungen und den Verletzungen die sie schaffen können.Ich bin seltsam unbeteiligt. Im Gegensatz zu anderen Begegnungen interessiert mich das Leiden, die Verletzungen nicht. Ich habe nicht der Eindruck, daß Bär über diese Verletzungen hinweghelfen könnte, wie Sepia oder Schildkröte. Es interessiert mich auch überhaupt nicht der sexuelle Inhalt. Höchstens im Sinne von Honig......
Sondern das Recht darauf, das Richtige daran. Das Recht des Einzelnen auf Entwicklung. Es schien mir, daß wir keine Ahnung haben, wohin es führen würde, wenn wir den Honig nehmen würden. Nicht nur in Dreiecksbeziehungen, sondern auch indem wir uns mit Leonhard Bernstein vergleichen oder egal, wie hoch wir den Honig ansetzen, daß wir ganz oft darauf verzichten, Honig zu naschen. Es gibt  immer Neider, die dann sofort sagen: Was, du? Was nimmst du dir heraus?
Die Frage ist wohl, was gibt es, um sich festzuhalten, wenn man gerade dabei ist nach Honig zu naschen, der sehr hoch hängt? Unsere Angst, daß es für uns nichts mehr gibt, woran wir uns festhalten können ist gross. Was ist es denn nun, was uns hilft?
Lebensfreude!
Es war sehr einfach, sehr schlicht. In dem Moment der Lebensfreude bemerkte ich, wie sehr ich das Licht hier drinnen beginne zu mögen. Das Mittagslicht gefiel mir nicht, beim Morgenlicht war ich zu verschlafen, aber jetzt, dieses frühe Abendlicht, es ist sehr schön. Es erinnert mich sehr an Aurum, das homöopathische Gold. Dieselbe Ruhe, sich dem Erhalt der Familie verpflichtet fühlen. Dieses Beruhigende des Abendlichtes, wenn die täglichen Aktivitäten vorbei sind. Das goldene Licht des Abends, diese Zwischenzeit, noch bevor die Schrecken der Nacht beginnen.
Unterbauch, links, stechen
Handgelenk, Schmerzen (wie wenn man geschaufelt o. Holz gehackt hat)
Es gibt Parallelen zur Schildkröte, es gibt einen Verzicht auf Gewalt.
Es gibt einen Hang, sich zu unterdrücken, die Wut zu unterdrücken. Schildkröte hat aber mehr Rechnungen offen, mehr Verletzungen, die erst ans Licht gebracht werden möchten oder die nach Heilung verlangen. Schildkröte ist sehr viel emotionaler. Beim Bären geht es um Erkenntnis. Obwohl ich denke, daß der Bär ein "Bauch-Mensch" ist, geht es um eine besondere Form von Erkenntnis, nicht eine kopfige, sondern eine mitfühlende. Beim Bären geht es mehr um Entscheidungen, um Möglichkeiten der Bewegung, der Veränderung.
Dann kam eine seltsam romantische Episode, ich dachte, wenn ich eine Tochter hätte, würde ich sie "Schneereif" nennen.  In italienisch heißt es "Brina", daß sagt man, wenn nur ein bisschen Schnee liegt, wie Zucker über der Landschaft.
Beim Bär geht es um Erkennntis, es ist nicht so emotional. Der Bezug zu "Cimicifuga", welches einen starken Bezug zum Uterus hat. Charcot hat damals geglaubt, daß die Hysterie der Gebärmutter entspringt. Vielleicht ist es das, vielleicht ist es ein Mittel, um aus der Hysterie herauszukommen. Auf einer tierischen Ebene, daß, was Cimicifuga auf der pflanzlichen Ebene ist. Beim Bär gab es verschiedene Gelenksymptome, bei Cimicifuga ist es so, daß wenn die Hysterie zunimmt, die Gelenksymptome weniger werden und umgekehrt.
Es gibt so einen schönen Merksatz über die Müdigkeit: "Die Müdigkeit ist der Schmerz der Leber."
Wir haben bei der Leber auch einen Bezug zur Wut, zur unterdrückten Wut, wir haben in der ganzen Begegnung viel Rechtsseitigkeit. All diese Symptome haben mit dem homöopathischen Mittel "Lycopodium" zu tun. Auch das nächtliche Aufwachen um 4.00 Uhr (die Leberzeit der TCM) gehört dazu (6 Teilnehmer wachten um 4.00 Uhr auf) und die spätnachmittägliche Schwäche ab 16.00 Uhr.
Die Tuberkulose sucht sich Hohlorgane, darum haben Krankheiten, welche die Hohlorgane befallen oft einen miasmatischen Bezug zur Tuberkulinie. Die Krankheit bildet Granulome in den Organen, dies sind Höhlungen in der Lunge, dem Darm usw.  Sie tritt interessanterweise gehäuft auf, wenn ÑHöhlenì in der Aussenwelt verlorengegangen sind, z.B. bei Menschen auf der Flucht, bei Aussenseitern der Gesellschaft usw. Der Mensch schafft sich im Innern eine Höhle als Ersatz für die Höhle im Außen. Eine eigene Welt im Inneren.

V2
Reiben war zuerst traurig, danach konnte ich meine Bewegungen nicht mehr richtig koordinieren.
BWS, Schmerzen
Starke Müdigkeit, Lethargie, großes Schlafbedürfnis



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